Elektronische Zeiterfassung
Die elektronische Zeiterfassung bedient sich stets eines
Hardwareterminals, das für die Arbeitszeiterfassung benutzt wird.
Mittels eines Erfassungsmediums „stempelt“ sich der
Arbeitnehmer ein, wenn er seine Arbeit aufnimmt. Dieses Prinzip
funktioniert ähnlich wie die frühere Stechuhr, allerdings um
einiges moderner. Die Daten über die Arbeitszeiten, die durch die
elektronische Zeiterfassung gewonnen werden, werden automatisch in
einer Datenbank abgelegt und können in der Zeitwirtschaft für
die Entgeltabrechnung abgerufen werden.
Die elektronische Zeiterfassung ist eine Möglichkeit der
Arbeitszeiterfassung, die bevorzugt in mittleren Unternehmen von
Produktion und Industrie genutzt werden. Problematisch an einem solchen
Zeiterfassungssystem ist, dass die Kosten für die Anschaffung
recht hoch sind. Es fallen einerseits Kosten für den Kauf der
Hardwareterminals für die elektronische Zeiterfassung an,
andererseits auch Lizenzgebühren für die
Zeiterfassungssoftware, mit der die ermittelten Arbeitszeiten
verarbeitet werden. Für die Benutzung der Hardwareterminals
für die elektronische Zeiterfassung ist ein Erfassungsmedium
erforderlich. Klassischerweise ist dies eine Plastikkarte mit einem
Magnetstreifen oder einem Chip, die häufig neben der Zeiterfassung
auch gleich als Firmenausweis dienen kann. Früher mussten diese
Karten durch einen Leser gezogen werden. Heute werden dagegen auch
gerne Geräte für die elektronische Zeiterfassung eingesetzt,
die ein berührungsloses An- und Abstempeln möglich machen.
Gängig sind aber auch gechipte Schlüsselanhänger oder
Barcode-Systeme. Modern ist auch die Zeiterfassung Fingerprint, die ein
eigenes Erfassungsmedium für die elektronische Zeiterfassung
entbehrlich macht.
Dafür hat die elektronische Zeiterfassung auch den Vorteil, dass
die Wartung der Geräte und der Software nur in sehr geringem
Umfang erforderlich ist; ein solches Zeiterfassungssystem ist sehr
wartungsarm. Die gestempelten Arbeitszeiten werden zudem direkt in der
Zeitwirtschaft verarbeitet und müssen nicht mehr manuell erfasst
werden. Dennoch können Falschbuchungen problemlos in der
Zeitwirtschaft korrigiert werden.